Materialien & die Sinne

Naturfasern

Jede Faser trägt etwas von ihrem Ursprung in sich.

Eine gewisse Trockenheit. Eine gewisse Weichheit. Eine Art, Luft zu halten. Eine Oberfläche, die sich offen, glatt, knackig, flüssig oder geerdet anfühlt. Diese Eigenschaften sind vor Farbe, vor Schnitt, vor der Veredelung vorhanden. Sie verleihen dem Stoff seinen ersten Charakter.

Fasern bei BREATHE werden als der Beginn der Empfindung betrachtet.

Die Wahl wird nicht nur durch die Zusammensetzung getroffen, sondern auch dadurch, wie sich ein Material am Körper anfühlt – wie es atmet, wie es auf Wärme reagiert, wie es durch Gebrauch weicher wird und wie natürlich es zum Leben des Kleidungsstücks gehört.

  • Bevor die Webmaschine

    Der Ursprung einer Faser beeinflusst ihre Festigkeit, Maserung, ihren Griff und ihre natürliche Unregelmäßigkeit. Er gibt dem Stoff eine Grundlage, bevor das Design ins Spiel kommt.

  • Nach dem ersten Kontakt

    Der gleiche Ursprung wird durch Berührung intim: eine Oberfläche, die sich ruhig anfühlt, ein Gewebe, das Luft durchlässt, ein Gewicht, das sich für das Leben des Stücks richtig anfühlt.

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Der Charakter ist bereits vorhanden

Eine Faser kommt nicht leer an.

Sie bringt ihre eigene Art in den Stoff ein: die Art, wie das Garn geformt wird, wie Textur entsteht, wie ein Gewebe Licht annimmt, wie sich die Oberfläche nach dem Waschen oder der Handhabung verändert. Diese Eigenschaften sind Teil des Materials, bevor eine endgültige Entscheidung bezüglich Farbe, Form oder Detail getroffen wird.

Deshalb ist die Herkunft wichtig.

Ein Stoff kann veredelt werden, ohne sich ausgelöscht anzufühlen. Er kann Spuren der Natur tragen, ohne unfertig zu wirken. Die Faser verleiht ihm eine stille Identität, die auch dann erhalten bleibt, wenn das fertige Stück schlicht wird.

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Textur ohne Rauschen

Natürliche Textur muss nicht zur Dekoration werden.

Ein kleiner Noppen, eine leichte Unebenheit, eine weichere Oberfläche, eine Maserung, die nur im Licht sichtbar wird – diese Details verleihen Stoff Tiefe, ohne ihn überladen wirken zu lassen. Sie erlauben es dem Material, sich seiner Quelle nahe anzufühlen, während es dennoch einer raffinierten Welt angehört.

Die Balance ist zart.

Zu viel Korrektur kann den Stoff distanziert wirken lassen. Zu viel Rohheit kann ihm Eleganz nehmen. Das richtige Material vereint beides: die Ehrlichkeit des Ursprungs und die Zurückhaltung der Raffinesse.

Ein Material mit Gedächtnis

Manche Fasern werden durch Gebrauch schöner.

Sie werden weicher an der Falte. Sie entspannen sich an der Oberfläche. Sie werden vertrauter in der Hand. Ein Stoff kann sich verändern, ohne sich selbst zu verlieren; er kann die Zeit auf eine Weise tragen, die sich sanft anfühlt und nicht abgenutzt.

Diese stille Veränderung ist Teil des Reizes von Naturmaterial.

Sie verleiht dem Stück eine Beziehung zu der Person, die damit lebt. Nicht durch Ausstellung, sondern durch Vertrautheit – so wie Stoff allmählich bekannt wird, durch Berührung, Pflege und Wiederkehr.

Mit Bedacht gewählt

Die Faser muss dem Stück dienen, ohne es zu dominieren.

Manche Materialien bringen Leichtigkeit. Manche geben eine ruhigere Hand. Manche erzeugen eine trockene, luftige Oberfläche. Manche bieten Weichheit mit einem fließenderen Fall. Die Wahl hängt davon ab, was das Stück halten muss: Leichtigkeit, Präsenz, Nähe, Bewegung oder eine ruhige Struktur.

Fasern bei BREATHE werden nicht als feste Materialliste behandelt.

Sie werden nach ihrem Verhalten, ihrer Herkunft und dem Gefühl, das sie hinterlassen, ausgewählt. Eine schöne Faser verdient ihren Platz, wenn ihre natürlichen Eigenschaften das Stück mit Klarheit unterstützen.

  • Herkunft

    Die Quelle, die der Faser ihren ersten Charakter verleiht.

  • Getreide

    Das sichtbare und fühlbare Leben im Garn.

  • Griff

    Die Art, wie Stoff zuerst von der Hand wahrgenommen wird.

  • Änderung

    Die sanfte Weiterentwicklung, die durch Gebrauch entsteht.

  • Zugehörigkeit

    Die Beziehung zwischen der Faser & dem Stück.

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In das Tuch gehüllt

Eine Faser verschwindet nicht, wenn der Stoff fertig ist.

Sie bleibt im Griff des Tuches, in seinem Fall, seiner Atmungsaktivität, der subtilen Spannung seiner Webart und der Art und Weise, wie es sich vertraut anfühlt. Selbst in seiner leisesten Form spricht die Faser weiterhin durch das Material.

Dies ist die erste Schicht des natürlichen Luxus.

Charakter mit Zurückhaltung.

Präsenz, die ohne Zwang spürbar ist.

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